Unternehmen, die sich für die Gesundheit ihrer Beschäftigten engagieren, können seit 2009 bestimmte gesundheitsfördernde Maßnahmen der Primärprävention steuerlich geltend machen. Die Gesetzgebung hat damit einen ersten Versuch unternommen, finanzielle Anreize für gesundheitsförderliche Leistungen zu schaffen. Aktuell gibt es für Unternehmen drei Möglichkeiten diese zu nutzen:

  • Steuerfreibetrag ausschöpfen
    Gesundheitsförderliche Leistungen können bei Kosten bis zu 500 Euro pro Beschäftigten und Jahr von der Steuer abgesetzt werden (§ 3 Nr. 34 EStG). Die Voraussetzung ist, dass sie hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen §§ 20 und 20b des Fünften Sozialgesetzbuches genügen. Die genauen Kriterien sind im „Leitfaden Prävention“ der gesetzlichen Krankenkasse festgehalten.
  • Maßnahmen von der Steuer absetzen
    Sind Maßnahmen im „überwiegend eigenbetrieblichen Interesse“, können diese von der Steuer abgesetzt werden, auch wenn sie 500 Euro überschreiten. Voraussetzung dafür ist, dass die Maßnahmen bedarfsspezifisch sind und auf Basis einer vorhergehenden Analyse bestimmt wurden (§§ 8 und 19 EStG).
  • Freigrenze für Sachbezüge nutzen
    Bei gesundheitsförderlichen Maßnahmen für Beschäftigte bis zu 44 Euro pro Person und Monat sind Maßnahmen lohnsteuerbefreit (§ 8 Abs. 2 EStG). Dabei handelt es sich um eine Sachzuwendung. Vorgaben für die Maßnahmenausgestaltung liegen nicht vor. So ist es – anders als bei den obigen Varianten – möglich, für den Betrieb geeignete Maßnahmen steuerbefreit zu finanzieren.

Quelle: iga Initiative Gesundheit und Arbeit

https://www.iga-info.de/veroeffentlichungen/igaaktuell/igaaktuell-12018/